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Erweiterungsbauten für Siemens

on Juli 10 | in News | by | with Kommentare deaktiviert für Erweiterungsbauten für Siemens

ELBE lieferte JUMBO-Decken: 50 cm stark und 17 Meter Spannweite . Spannbetondecken wurden aus qualitativen und wirtschaftlichen Gründen eingesetzt.

Juni 2015 ist „Bergfest“ für die Inbetriebnahme der neuen Produktionshallen der Siemens AG in Bocholt-Mussum, die mit bis zu 17 Meter langen Spannbeton-Fertigdecken konstruiert sind. Mit den Erweiterungsbauten, darunter auch Bürogebäude, werden die beiden Kupplungswerke Vreden und Mussum an einem Ort zusammengelegt. Die erste Produktionshalle startete nun, Anfang Juni 2015, mit der Herstellung von Kupplungen für die statisch-industrielle Anwendung. Mit der Inbetriebnahme der ersten Halle ist die Hälfte der Maschinen umgezogen.

Auf den Punkt, kurz vor Abschluss der Rohbauarbeiten lieferte die ELBE delcon GmbH im Oktober 2014 die JUMBO-Decken, deren immense Spannweiten mit bis zu 20 Metern sich besonders für die stützenfreie Bauweise des neuen Prüffeldes anboten. Das Prüffeld mit zusätzlichen 350 Quadratmetern gilt als Highlight der Werkserweiterung, denn es ist ausschließlich für die Produktpflege und Entwicklung von Innovationen der Siemens AG vorgesehen. Insgesamt ca. 2000 qm Spannbeton-Fertigdecken lieferte ELBE für den Erweiterungsbau des Werkes Mussum. Unter Leitung des Bielefelder Generalunternehmens Depenbrock Systembau GmbH & Co. KG sind die zwei Werkshallen mit einer Fläche von insgesamt 9.200 qm sowie ein 2.300 qm großes Bürogebäude in neun Monaten realisiert worden.  „Wir haben uns für Spannbetondecken entschieden, weil die 50er-Platte viele Anforderungen an den Industriebau optimal erfüllt und zugleich die Bauzeit verkürzt. Die statische Konstruktion war die preiswerteste und qualitativ beste Lösung“, erläutert Projektleiter Robert Peters von Siemens. „Bei der Jumbo-Decke wird erheblich weniger Beton verbraucht als bei herkömmlichen Deckenkonstruktionen“, ergänzt Thomas Münzberg, Werkleiter und Statiker bei ELBE Decken.„Hinzu kommt, dass im Gegensatz zu einer Pi-Decke zum Beispiel deutlich geringere Bewehrungsarbeiten auf der Baustelle erforderlich sind.“

 

ELBE lieferte für den Erweiterungsbau die JUMBO-Decke: Spannbeton-Fertigdecken mit einer Deckenstärke von 50 cm. „Überdurchschnittliche Spannweiten konnten durch Einsatz dieses Deckentpys realisiert werden“, berichtet Dipl.-Ing. Thorsten Köllner, Projektleiter Hoch- und Schlüsselfertigbau bei der Depenbrock Systembau GmbH & Co. KG. „Der Einbau verlief unproblematisch, durch die schnelle Verlegung der Spannbetondecken konnten die Arbeiten zügig fortgeführt werden“. Besondere Herausforderung bei diesem Bauvorhaben war nach Köllner die Gebäudetechnik, insbesondere die komplexen Netze der Kabellrohre und -kanäle in den Sohleplatten, mit denen später die Maschinenstandorte versorgt werden. Die Eigenschaften der Spannbetondecken kamen auch hier zur Geltung: „Die Leitungsführung wird durch die Jumbo-Decke vereinfacht, da diese im Gegensatz zur Pi-Decke eine glatte Untersicht hat und keine störenden Stege“, erläutert Münzberg (ELBE), „damit können die Decken flexibel auf spezifische bauliche Anforderungen reagieren.“

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